Mein Mann und ich lieben Guacamole! Was liegt da näher, als sich seinen eigenen Avocadobaum zu züchten. Hier in Potsdam herrschen dafür ja bekannterweise auch beste klimatische Bedingungen.

Ich kann euch vorab schon sagen, es braucht unheimlich lange bis sich das erste mal überhaupt etwas tut und dann dauert es nochmal viel länger, bis sich ein bisschen was mehr tut. Aber es lohnt sich hoffentlich irgendwann. Wir sind auch noch lange nicht am Ende angekommen, doch langsam lässt sich erahnen, was da mal passiert. Fangen wir aber von vorne an.

Ihr braucht nichts weiter als den Kern einer Avocado, 3 Zahnstocher und ein Glas Wasser. Holt den Kern vorsichtig aus der Avocado, idealerweise stecht ihr nicht rein sondern pult ihn mit einem Löffel oder so etwas raus. Er sollte keine tieferen Kratzer haben. Dann schält vorsichtig die braune dünne Haut um den Kern ab. Das ist ein bisschen Fummelarbeit, aber dadurch soll der Kern wohl eher sprießen. An 3 Stellen stecht ihr dann die Zahnstocher schräg in den Avocadokern. Damit hält das ganze dann später im Glas Wasser, in das ihr den Kern stellt. Achtet unbedingt darauf, dass die Spitze des Kerns dabei nach oben zeigt, so dass der kleine Knubbel dann nach unten im Wasser hängen kann. Auf den Bildern weiter unten ist ein bisschen besser zu sehen, was ich meine.

Stellt den Kern im Glas an einen hellen warmen Ort. Bei uns steht das Glas im Hauswirtschaftsraum. Da ist es durch die Heizanlage durchgängig am wärmsten. Und nun heißt es warten, warten, warten. Ab und an solltet ihr das Wasser komplett wechseln, nicht nur auffüllen. Und dann weiter warten warten warten.





Unseren Kern habe ich am 10. August 2016 ins Wasser gesetzt. Knapp 3 Wochen später haben wir das erste Fitzelchen der Wurzel entdeckt.









Könnt ihr das erkennen? Am 12. September zeigt sich langsam das erste Grün. Mittlerweile haben wir den Kern auch in ein höheres Glas gesetzt. Die Wurzel sollte die ersten Monate nicht unten anstoßen. 2 Tage später kann man den kleinen Spross wirklich schon gut sehen.

















Da dachte ich noch, cool, wenn das in dem Tempo weiter geht, gibts zu Weihnachten Avocadoauflauf. Aber das werden wir wohl nicht so ganz schaffen. Denn seit dem Tag ist obenrum kaum was passiert. Die Wurzel wächst wie blöde und lässt den Kern gerade wie die Widergeburt eines Alien aussehen, aber beim Grün tut sich nicht wirklich was. Jetzt haben wir mittlerweile auch November und wahrscheinlich haben auch Avocadobäume sowas wie eine Wachstumspause im Herbst und Winter. Wir warten einfach ab, was passiert.



Falls ihr schon Erfahrungen mit Avocadobäumen habt, immer her damit. Wir sind für jeden Tipp dankbar.
Sollte sich an unserer Front etwas tun, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Kommentar hinzufügen

Vorheriger Beitrag