Teil 2 der Smart Garden Serie soll sich um die Erfahrungen kümmern, die ich gemacht habe, während der Garten für den Winter vorbereitet wird. Wie bereits erwähnt, habe ich für die ersten Umsetzungen auf Gardena gesetzt. Leider machte das Wetter einem größeren Test einen deutlichen Strich durch die Rechnung: Ich konnte das MicroDrip System zwar verlegen und einmal laufen lassen, der Regen machte aber eine längere Bewässerungsphase unnötig. Die Problemerkennung wurde verschoben ...

Schon im Originalartikel habe ich davon gesprochen, dass die Verbindungsstücke zum Schlauch eher minderwertig zu sein scheinen. Tatsächlich war meine Vorahnung korrekt. Schon in Teil I habe ich ein Bild vom Eckverbinder gepostet, um die eigenwillige Verbindungserfindung von Gardena zu demonstrieren. Dieser Verbinder hält den Schlauch mit einer leichten Metallklammer fest. Wobei "fest" übertrieben ist. Genau dieser Eckverbinder ist es nun auch, der mein Problem offenbarte.

Nachdem ich den Wasserhahn einfach mal aufgedreht hatte, um unsere Heckenpflanzen zu bewässern, verlief anfänglich alles problemlos. Nach ein paar Minuten machte sich allerdings ein "Zischen" auf sich aufmerksam. Es zeigte sich, dass an dem Eckverbinder Wasser austrat. Das minderte logischerweise den Wasserdruck am weiteren verbundenen Schlauchteil, schlimmer aber war, dass die Pflanze an der Ecke nun natürlich übermäßig begossen wurde (nicht betropft). Das Zischen wurde stärker, bis sich schließlich der Schlauch komplett löste. Mehrere Versuche sahen immer wieder gleich aus: den Schlauch wieder fest machen, Wasserhahn aufdrehen, Sprudelquelle erneut beobachten, Wasserhahn zudrehen. Ich konnte längere Zeit nicht herausfinden, warum der Schlauch nicht halten wollte.

Nachdem ich mich dann entschlosse habe, den Schlauch an der Stelle schlicht zu kürzen (ja es war genügend Spielraum in Sachen Schlauchlänge vorhanden), war mir auch klar, worin der Fehler lag. Der Schlauch konnte nicht vollständig auf das Verbindungsstück gedrückt werden. Zwar hielt die Halteklammer den Schlauch halbwegs in Position, aber der Schlauch war nicht vollständig abdichtend aufgeschoben. Das Problem ist, dass ich den Schlauch zu nah am Tropfeinsatz gekürzt habe. Dieser Einsatz, der ca alle 30cm eingebracht ist, verringert den Durchmesser im Innenraum des Schlauches durch ein recht massives Stück Plastik (das sorgt im Übrigen dafür, dass es aus den Löchern tropft und nicht fließt). Nachteil ist aber, dass dieser Einsatz es nicht möglich macht, das Anschlussstück weit genug in den Schlauch zu drücken.

Die Lösung ist mir auch schon klar: Schellen. Zum Einen wird der Schlauch damit fest in Position gehalten, zum Anderen muss dadurch nicht drauf geachtet werden, dass der Schlauch in voller Länge über das Anschlussstück gedrückt wird. Die Schelle hält den Schlauch sicher und dicht.

Fazit: Ein kleiner Nachteil des Gardena Systems, dass aber Gardena selbst löst und die Lösung anbietet (siehe Link). Auf jeden Fall steht somit fest, dass ich im Frühling nächsten Jahres nicht nur meine Ideen zur automatischen Bewässerung fertig haben muss, sondern auch die Schlauchsegmente neu verlegen werde und zeitgleich die erworbenen Schellen einsetze.

Learn from my mistakes!

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